Wussten Sie schon? Das Internet verändert sich vom aktiven Suchen zum assoziativen Finden

informationHallo Freunde der Zukunftsmusik!

Heute habe ich wieder ein spannendes Thema vorzustellen, das uns und unser Verhalten im Internet sicherlich schon bald stark beeinflussen wird. Denn während heute das Suchen im Internet dominant ist, wird morgen das assoziative Finden ausschlaggebend sein.

Was es damit konkret auf sich hat ist Folgendes:

Der heutige Internetnutzer ist es gewöhnt, seine Informationen mühsam im Internet zusammensuchen zu müssen. Denken Sie nur mal an sich selber wie Sie beim Bedienen der Internetsuchmaschine Google Schlagwörter eingeben und daraufhin relevante Artikel angezeigt bekommen. Im Reisebereich starten ca. 1/3 der Informationsbeschaffungen zu Reisen, Ländern oder Hotels bei der Suchmaschine Google. Dabei kann der Kunde nur nach dem Suchen, was er kennt. Eine Marke, ein Bekanntsein im Bewusstsein des Kunden ist dazu unerlässlich.

Bei einer Urlaubsreise bzw. bei den Reisen, bei denen nicht die Funktion im Mittelpunkt steht, wie zum Beispiel „Wie kommt man am schnellsten von A nach B?“ oder „Wo gibt es Übernachtungsmöglichkeiten in einem Ort zu bestimmten Konditionen?“, wird sich der Suchprozess komplett verändern. Sogenannte “harte” Faktoren wie Reisedatum, Preis oder Verpflegung stehen nicht mehr nur im Vordergrund, sondern vielmehr geht es um die Informationen zu der Reise, die automatisch dazugeliefert werden auf Grund von logischen Verknüpfungen. Dieser Prozess kann am ehesten mit einem assoziativen Finden umschrieben werden, bei dem thematisch relevante Informationen  zusammengezogen und dem Leser angeboten werden können. Damit lassen sich dem Leser auch Informationen anbieten, an deren Suche der Leser zu diesem Zeitpunkt nicht gedacht hat.

Eine Schlüsseltechnologie wird das Fenster (Browser) zu den Informationsströmen darstellen. Die Internetbrowser werden “intelligent” und das Verhalten seines Benutzers “erlernen”. Entsprechend dessen Präferenzen und Verhaltensweisen werden Informationen aggregiert und zusammengestellt. Nur so behält der User einen Überblick über die eigentlich unüberschaubaren Menge an Daten. Die „Intelligenz“ des Zugangs speist sich aus zwei Quellen: Technologischer Fortschritt wie zum Beispiel semantische Technologien (technologische Filter) sowie Filter und Vorauswahlen durch das Freundesnetzwerk (Soziale Filter).

Sie sehen also, dass sich das Internet zukünftig individueller gestalten und auf Ihre persönlichen Präferenzen reagiert wird. Mit welchen Gefühlen sehen Sie der Verbreitung “intelligenter” Technologien entgegen?

Viele Grüße!

An der Bearbeitung der Thesen waren folgende Autoren beteiligt:

Daniel Amersdorffer, Florian Bauhuber, Thomas Fleck, Uwe Frers, Michael Grillhösl, Christian Kolb, Jochen Krisch, Reinhard Lanner, Jens Oellrich, Oliver Puhe, Dr. Oliver Rengelshausen, Jörg Schlottke, Daniel R. Schmeisser, Roy Uhlmann, Matthias Weckermann, Manuel Weinhold

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