Südafrika – Reiseberichte über das atemberaubende Land
Liebe Urlaubsfreunde,
Mein heutiger Bericht begleitet Sie weiter druch die Regenbogennation Südafrika.
Unsere Reise führte uns an diesem Tag zu dem Krüger Nationalpark. Dieser wurde im Jahr 1898 zunächst als Wildreservat unter dem Namen Sabie Sand Game Reserve von Paulus Krüger benannt. Krüger war der damalige Präsident von Transvaal. Erst im Jahre 1926 wurde der Park in Krüger Nationalpark umbenannt. Seit 2001 ist er Teil des Limpopo Transfrontier Park, der neben dem Krügerpark auch den Gaza Park in Mosambik und den Gonarezhou National Park in Simbabwe umfasst. Der Krüger Park ist mittlerweile 320 Kilometer lang und 60 Kilometer breit. Er umfasst insgesamt eine Fläche von rund 20.000 Quadratkilometern. Eine Zusammenlegung mit anderen Parks wurde im Jahr 2000 mit einem Vertrag zwischen Südafrika, Mosambik und Simbabwe beschlossen. Der neue Park soll von knapp 20.000 auf rund 35.000 Quadratkilometer wachsen. Der Krüger Park ist der älteste Teil des Limpopo Transfrontier Park. Im Park gibt es eine sehr gute touristische Infrastruktur. Des Weiteren beschäftigt der Park zahlreiche Ranger und Fachleute für Artenschutz und Ökologie. Insgesamt beläuft sich die Zahl aller Angestellten auf knapp 4000 Menschen, die versuchen die Natur und den Tourismus im Gleichgewicht zu halten.
Wenn Sie den Park auf eigene Faust erkunden möchten, werden Sie auf knapp 2300 Kilometer Asphaltstraßen viele Möglichkeiten haben, die Tiere und die Natur zu entdecken. Möchten Sie es lieber ein wenig entspannter haben und nicht mit dem eigenen Auto fahren, dann werden Ihnen geführte Touren von Ihrer jeweiligen Lodge angeboten. Der Weg zu unserer Lodge, der Shishangeni Lodge war geprägt von Abenteuern. Unsere Fahrt führte uns vorbei an einer traumhaft schönen Natur.
An der Seite eines Sees hielten wir kurz an, um in die Karte zu schauen, als auf einmal ein Elefant aus dem See gelaufen kam. Den ersten Elefanten, den wir bis dahin gesehen hatten. Wir beobachteten ihn eine Weile und setzten unsere Fahrt dort. Der Anblick, der sich uns jetzt bot war unbeschreiblich. Vor unserem Auto lief eine ganze Herde Elefanten mit kleinen Babys über die Straße und fingen sie an, sich an den Bäumen zu bedienen. Die Autos standen kreuz und quer auf der Straße, weil diese durch die Elefanten unpassierbar war. So viele Elefanten auf einmal zu sehen war ein Highlight. Die kleinen Babys waren so süß, wie sie langsam hinter ihren Müttern her trotteten. Als die Elefanten endlich beschlossen hatten, sich von der Straße weg zu bewegen, konnten wir unsere Fahrt in die Lodge fortsetzen.
Während der Fahrt bemerkten wir auf einmal, dass wir einen platten Reifen am Auto hatten. Geradeso kamen wir auf dem Parkplatz unserer Lodge an. Dort wurden wir mit einem super Service und kleinen Häppchen begrüßt. Einer der Mitarbeiter kümmerte sich direkt um unseren Reifen. Am Abend wurden die Tische für das Essen sehr schön dekoriert. Die Kellner waren überaus freundlich, sie haben sich sehr um uns bemüht. So stellt man sich einen perfekten Abend vor. Müde fielen wir nach dem Abendessen in unsere Betten.
Am nächsten Morgen begann unsere Safari früh. Unser Guide war sehr nett und locker.Wir konnten ihm viele Fragen stellen, die uns interessierten. Unsere Fahrt führte uns vorbei an einer Büffelherde, die den Weg kreuzten und ziemlich aggressiv wirkten, da sie ihre Jungen dabei hatten. Als der Weg wieder frei war setzen wir die Fahrt fort und sahen von weitem Rhinozerosse. Jeder konnte einmal durch das Fernglas schauen, um die Tiere zu beobachten. Wir fuhren weiter und sahen zwei Löwen im Gras liegen. Sie wirkten recht harmlos. Unser Guide erzählte uns, dass einer der beiden am Fuß verletzt sei. An einem schönen freien Platz beschlossen wir, eine kleine Rast zu machen. Uns wurde Essen serviert und wir konnten aus dem Wagen steigen, um uns ein wenig zu bewegen. Mein Bruder und ich mussten dringend auf die Toilette und fragten unseren Guide, ob wir uns in die Büsche setzen dürften. Mit seiner Erlaubnis gingen wir in die Büsche, als wir auf einmal zwei Meter neben uns einen Löwen sahen, der uns direkt in die Augen schaute.
Es war zum Glück der verletzte Löwe, der sich wegen seiner Fußverletzung nicht so gut bewegen konnte.Mit Todesangst rannten wir so schnell wir konnten zurück zum Wagen und erzählten was passiert war.Sofort packten wir das Essen zusammen und sprangen in den Wagen. Ich habe meinen Tod schon vor Augen gesehen. Das war ein echt gefährliches, aber auch abenteuerliches Erlebnis. Zurück in der Lodge mussten wir alle erst einmal tief durchatmen.
Die Reise führte uns weiter in das Königreich Swaziland. Das kleine Königreich ist rund 17.000 Quadratkilometer groß. Es wird im Norden und Westen von Mpumalanga begrenzt, im Süden von Kwa-Zulu Natal und im Osten durch Mosambik. Die Landschaft im Swaziland besteht aus bewaldetem Hochland im Nordwesten und gewellten Mittelgebirgslandschaften im Zentrum. Nach Südosten hin wird es immer flacher. 1968 erlangte das Swaziland seine Unabhängigkeit. Darauf sind die Swazis sehr stolz. Sie leben sehr traditionell in kleinen Dorfgemeinschaften mit strenger Moral. Seit dem Jahr 1986 regiert der junge König Mswati der 3. das Land. Ein wenig nervig ist die Einreise in das Königreich durch die vielen Bürokratiebestimmungen. Zweimal muss man seinen Pass vorzeigen und ein Formular ausfüllen, welches sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Sind Sie dann jedoch im Swaziland, werden Sie jeglichen Stress vergessen durch den tollen Anblick, der sich Ihnen aufgrund der Natur bietet. Unglaublich grüne Berge und Landschaften erwarten Sie dort. Eine Fahrt durch das Swaziland ist absolut empfehlenswert.
Nach ein paar Stunden Fahrt kamen wir endlich in unserem Hotel, dem Royal Swazi Spa Valley an. Ein wunderschönes Hotel mit guten Zimmern, tollem Pool und traumhafter Gartenanlage. Da uns von dem Hotel keine Safaris geboten wurden, stand an dem Tag Entspannung auf dem Programm. Also nahmen wir unsere Handtücher und legten uns an den Pool. In dem Hotel gab es ein Casino, welches wir am Abend besuchten. Zuvor war ich noch nie in einem Casino gewesen. Es war spannend den Leuten beim Spielen zuzuschauen. Mein Bruder und ich haben selbst auch ein wenig Geld gewonnen, das war ein sehr lustiger Abend.
Nach einer sehr entspannten Nacht fuhren wir am nächsten Tag zu unserer letzten Lodge in die Huhluwe Region, die Tanda Lodge. An einem Tor wurden wir empfangen und mussten unser Auto dort abstellen. Ein Geländewagen holte uns ab und brachte uns zur Lodge gebracht. Auf dem Weg dorthin begegneten wir zwei Löwendamen, die ganz nahe an unseren Wagen kamen. Sie schlichen um den Wagen herum und beobachteten uns. Nach einer kurzen Zeit wurden wir ihnen anscheinend zu langweilig, da sie uns verließen, fürs erste.
In der Lodge angekommen erzählte der Guide, dass der Besitzer von IKEA, Ingvar Kamprad, diese Lodge gebaut hatte und ein Haus nicht weit von hier besitze. Die Lodge war wunderschön. Das Design war einzigartig und die Zimmer faszinierend. Jedes Zimmer hatte seinen eigenen Pool und eine riesengroße Terrasse mit Grillplatz. Im Badezimmer gab es eine Badewanne mit Blick in die Natur. Mein Bruder und ich zogen uns direkt unser Schwimmzeug an und legten uns an den Pool. Während wir uns sonnten kam auf einmal ein Wildschwein auf uns zu, das war ein lustiger Anblick.
Außerdem sahen wir einen Affen, der sich auf unserer Terrasse vergnügte. Nach der kleinen Entspannung begaben wir uns wieder auf eine Safari. Unseren ersten Stopp legten wir bei den Löwendamen vom Mittag ein. Unser Guide bat uns möglichst ruhig zu bleiben, damit sich die Tiere nicht erschrecken und uns womöglich angreifen würden. Die beiden sahen so friedlich aus, wie sie da so im Gras lagen. Gar nicht auszudenken, wie aggressiv sie eigentlich sein können. Unsere Fahrt führte uns weiter durch die wunderschöne Natur. Mitten im Gebüsch entdeckten wir auf einmal ein Nashorn mit einem kleinen Baby. Es war so süß dem Baby beim Laufen zuzuschauen. Noch ganz wackelig auf den Beinen tapste es hinter seiner Mutter her. Die Aggressivität war dem Nashorn deutlich anzumerken, weil es sein Baby dabei hatte. Langsam fuhren wir immer näher an die beiden heran bis wir am Ende nur noch ein paar Meter von ihnen entfernt waren. Nach einer kurzen Zeit verschwanden Mama Nashorn und Baby Nashorn im Gebüsch und wir fuhren weiter.
Langsam wurde es dunkel. Wir wollten gerade ein Picknick machen, als wir zwei Löwen neben uns im Gras sahen. Ganz nahe fuhren wir an sie heran. Unser Guide holte eine Taschenlampe heraus, um die Löwen anzuleuchten, damit wir sie besser erkennen konnten. Wir sahen, dass sie Blut verschmierte Mäuler hatten und machten direkt ein paar Fotos. Das Licht in Kombination mit dem Löwen machte den Anblick noch schöner. Langsam bekamen wir alle ein wenig Hunger und beschlossen endlich unser Picknick zu machen. Bevor es dunkel wurde, traten wir langsam unseren Weg zurück in die Lodge an. Dort wartete ein sehr leckeres Abendessen auf uns. Den Abend ließen wir schön mit einer Flasche Wein an unserem Pool ausklingen. Am nächsten Morgen mussten wir traurig feststellen, dass das unsere letzte Safari war.
Von der Tanda Lodge fuhren wir auf direktem Weg nach Durban, um von dort nach Port Elizabeth zu fliegen. Die Multi-Kulti Stadt Durban ist die drittgrößte Stadt Afrikas mit den bedeutendsten Häfen des Landes. In der 3 Millionen Einwohnerstadt leben über 600.000 Inder, 270.000 Weiße, zwei Millionen Schwarze und mehr als 70.000 Farbige. Den kulturellen Mix können Sie deutlich am Stadtbild durch die vielen Moscheen, Kirchen und Hindu Tempel erkennen. Am östlichen Stadtrand befinden sich (wie in allen südafrikanischen Städten) die von Schwarzen und Farbigen bewohnten Townships. Die wohlhabenden Einwohner leben im Stadtzentrum oder in den Vororten entlang der Küste. Trotz der deutlichen Gegensätze zwischen arm und reich ist die Kriminalität in Durban nicht so hoch wie in anderen Großstädten des Landes. Durban ist ein beliebtes Ferienziel für in- und ausländische Touristen dank des subtropischen Klimas, der weitläufigen Strände und des warmen Wassers im Indischen Ozean. Der 6 Kilometer lange Sandstrand wird als die Goldene Meile bezeichnet und ist der Hauptanziehungspunkt für Sonnenanbeter.Schließlich sorgen 318 Sonnentage im Jahr für optimale Bade- und Wassersportbedingungen. Der Strand beginnt von der Mündung des Umgeni River im Norden, führt vorbei an der Innenstadt von Durban und reicht bis zur Hafeneinfahrt im Süden. Sind Sie ein Fan von Wassersportarten? Dann sollten Sie diesen Strand nicht verpassen. Hier haben Sie die Möglichkeit zu Surfen, zu Tauchen, zu Segeln und zu Kanuten. Das Fun World an der Lower Marine Parade und das Ushaha Marine World bietet Ihnen und ihrer Familie ein unvergessliches Erlebnis. Viele tolle Attraktionen, Süßwasserpools und Wasserrutschen stehen für die ganze Familie bereit.
Wenn Sie eine Stadtbesichtigung unternehmen möchten, werden Ihnen viele Alternativen angeboten. Im African Arts Centre erhalten Sie günstige afrikanische Kunst, bei einem kleinen Einkaufsbummel. Sie werden hier eine riesige Auswahl an Holzschnitzereien, Körben, Malereien und Stoffen vorfinden. Suchen Sie ein wenig Ruhe und Entspannung? Diese werden Sie im Botanischen Garten, dem schönsten Park in Durban finden. 3000 typische Pflanzenarten und fast 300 Baumarten laden Sie zum verweilen und entspannen ein. Empfehlenswert ist der Indian Market an der Victoria Street. In den Markthallen werden Ihnen chinesische, indische und afrikanische Ware wie Gewürze, Früchte, Schmuck und vieles mehr angeboten.
Unseren Flug nach Port Elizabeth haben wir alle gut überstanden und checkten bei Ankunft am Flughafen in das Paxton Hotel ein. Da wir sehr müde waren gingen wir zeitig schlafen.
8. April 2010















