Südafrika – Bericht über die Weinregion Stellenbosch und Kapstadt

Liebe Urlaubsfreunde,

der heutige Bericht führt Sie durch die Weinregion Stellenbosch und durch die atemberaubende Stadt Kapstadt.

Auf dem Weg nach Stellenbosch entdeckten wir einen kleinen Markt. Natürlich hielten wir an. Meine Eltern kauften sich eine riesengroße Giraffe, die mir sehr gut gefiel. Nach Kapstadt ist Stellenbosch die zweitälteste Stadt Südafrikas mit 105.000 Einwohnern. Die im bedeutendsten Weinanbaugebiet liegende Stadt lockt ihre Touristen nicht nur mit herausragendem Wein und Gaumenfreuden, sondern auch mit dem prächtig historischen Stadtkern. Dieser besitzt reizvolle Häuser im kapholländischen Stil. In Stellenbosch werden Sie über 260 verschiedene Weingüter finden, die den Wein weltweit exportieren. Wir parkten unser Auto und liefen erst einmal zur Touristeninformation. Dort bekamen wir viele Prospekte und Informationen über sehenswerte Attraktionen. Stellenbosch ist zwar nicht groß, überzeugt jedoch durch den faszinierenden alten Stil. Es war schön durch die Gassen zu laufen und sich die Stadt anzuschauen. Empfehlenswert ist die alte Kirche Moederkerk in der Innenstadt Stellenboschs, welche im Jahr 1863 im neogotischen Stil umgebaut wurde. Unter ein paar schönen Eichen beschlossen wir, in einem kleinen Restaurant essen zu gehen. Wir bekamen ein leckeres Menü und guten Wein serviert. Nach dem Essen schauten wir uns die Universität in Stellenbosch an. Die Uni wirkt von außen unglaublich reizvoll und hinterlässt einen unvergesslichen Eindruck durch die herrlich gestalteten Gebäude.

Wir kamen an einem Laden vorbei auf dem „Samie se Winkel“ stand, was so viel heißt wie „Onkel Sam´s Laden“. Ein Bummel durch das Geschäft ist ein echtes Erlebnis. Dort werden Sie vielen Lebensmittel wie beispielsweise Obst, Tabak, Trockenfisch oder selbst gemachte Gewürze finden.

Gegen Nachmittag verließen wir die wunderschöne Stadt und setzten unsere Fahrt Richtung Kapstadt fort. Kapstadt war das letzte Ziel unserer Südafrika Reise. Auf dem Weg dorthin sahen wir die Townships, in denen ausschließlich Farbige und Schwarze unter schwierigen Bedingungen leben. In den Townships sammeln sich Landesflüchtige, die in Pappkartons leben und sich von dem Abfall der weniger Armen ernähren. Es ist ein erschreckender Anblick zu sehen, unter welcher Armut Menschen leiden müssen.

 

Die verbleibenden 4 Tage verbrachten wir im Funkey Appartement in Camps Bay. Von dem Appartement und dem Pool aus hatten wir einen direkten Blick auf den Tafelberg und die 12 Apostel.

Kapstadt ist die zweitgrößte Stadt Südafrikas. Das Wahrzeichen der Stadt ist der berühmte Tafelberg. Dieser schenkt der Skyline von Kapstadt einen unvergesslichen Anblick. Viele Besucher aber auch Einheimische bezeichnen Kapstadt als eine der schönsten Städte der Welt. Menschen aller Nationen, Hautfarben sowie Religionen treffen hier aufeinander und leben in einem kulturellen Miteinander. Eine Freundin von meiner Mutter und ihre Familie leben seit ein paar Jahren in Südafrika. Sie haben angeboten uns durch die Stadt zu führen und alles Wichtige zu zeigen. Dieses Angebot nahmen wir natürlich gerne an. Am Abend unserer Ankunft beschlossen wir alle in einem leckeren Fischrestaurant am Hafen essen zu gehen. Am nächsten Morgen ging es früh los, da wir uns das Kap der Guten Hoffung, das Cape Point und die Pinguin Kolonie anschauen wollten. Wir hielten an der Brillen Pinguin Kolonie südlich von Simons Town im Vorort Boulders.

In der Brutkolonie leben etwa 3500 afrikanische Pinguine. Die Brillenpinguine graben mit ihren Füßen 30-90 cm tiefe Höhlen, in denen sie ihre Babys großziehen. Von verschiedenen Aussichtsplattformen und hölzernen Wegen lassen sich die Pinguine besonders gut beobachten und auch fotografieren. Es war faszinierend so viele Pinguine zu sehen. Einer der Pinguine stellte sich direkt vor uns und es sah so aus, als würde er für uns posieren. Mindestens 10 Minuten blieb er in derselben Position stehen, ohne sich zu bewegen. Es gab auch die Möglichkeit, mit den Pinguinen baden zu gehen. Bei Ebbe gibt es schöne, feinsandige Badebuchten. Bei Flut können Sie zusammen mit den Pinguinen auf den Felsen liegen, weil dann der Strand weg gespült ist.

Nach dem schönen Erlebnis mit den Tieren ging unsere Fahrt zum Kap der Guten Hoffnung und Cape Point weiter. Die Fahrt dorthin gehört zum Pflichtprogramm eines jeden Kapstadtbesuchs. Für frühere Seeleute war das Kap besonders charakteristisch wegen der gefährlichen Klippen und der Windverhältnisse. Es war ebenso berühmt und berüchtigt, wie auch gefährlich. Viele gesunkene Schiffe zeigten deutlich die Gefahr rund um das Kap. Im Naturreservat des Kaps, welches eine Größe von 7750 ha hat, werden Sie eine besondere Pflanzenart, die Fynbos finden. Diese kommt mit äußerst wenig Wasser aus. Des Weiteren werden Sie die so genannten „baboons“ sehen. Das sind Paviane, die sich bei Ebbe von den Meeresfrüchten ernähren. Empfehlenswert ist es, die Fenster von Ihrem Auto geschlossen zu halten und die Affen auf gar keinen Fall zu füttern, da diese schnell aggressiv werden und ziemlich scharfe Zähne besitzen. Am südlichen Punkt der Kapinsel werden Sie zwei sehenswerte Punkte finden. Zum einen das Kap der Guten Hoffnung und zum anderen das etwas südlich gelegenere Cape Point. Unser Auto haben wir auf den Parkplatz vom Cape Point abgestellt und sind zu dem eindrucksvollen Aussichtspunkt hinauf gelaufen. Für diejenigen unter Ihnen, die es gerne ein wenig bequemer haben, gibt es eine Zahnradbahn. Diese führt Sie in 3 Minuten zur Aussichtsplattform auf 214 Meter Höhe. Oben angekommen werden Sie einen kleinen Souvenirladen im ehemaligen Wohnhaus des Leuchtturmwärters finden. Wir sind zu dem 1860 entstandenen „Historical Lighthouse“ gelaufen und haben von dort die grandiose Aussicht genossen.

Doch wie wir herausgefunden haben, gibt es noch einen weiteren Leuchtturm, da der alte früher immer in Nebel lag und dies für die Seeleute zu gefährlich wurde. Der neue Leuchtturm entstand im Jahre 1911 und steht nun nicht mehr 250 Meter über dem Meeresspiegel, sondern nur noch 80 Meter. Zu dem neuen Leuchtturm gibt es einen Wanderweg. Mein Bruder, mein Vater und ich beschlossen dort hin zu laufen. Der Weg dauerte nicht wie auf einem Schild beschrieben zwei Stunden, sondern mit schnellem Schritt nur 45 Minuten. Die Aussicht auf das offene, tosende Meer war gigantisch. Bei diesem Anblick wurde uns bewusst, wieso so viele Schiffe damals gekentert sind. Nach ein paar Fotos von der unglaublichen Aussicht traten wir den Weg zurück zum alten Leuchtturm an. An dem Souvenirladen trafen wir uns mit meiner Mutter und den Bekannten und liefen wieder hinab Richtung Auto.

Von dort ging es weiter zum Kap der Guten Hoffnung. Nach einer kurzen Autofahrt erreichten wir das äußerst windige Kap. Hier hatten wir einen fantastischen Blick auf die Felsen, den neuen und alten Leuchtturm. Auf dem Rückweg hielten wir in Simons Town, etwa eine halbe Stunde von Kapstadt entfernt. Schöne Restaurants mit Blick auf das Meer und Souvenirshops laden jeden Besucher ein, Zeit in dieser kleinen, aber interessanten Stadt zu verbringen. An einem wunderschönen Restaurant hielten wir an und aßen dort Fisch zu Mittag. Danach fuhren wir wieder zurück zu unserem Appartement. Den restlichen Tag verbrachten wir an unserem Pool.

Am nächsten Morgen ging unsere private Führung zum Tafelberg weiter. Der Tafelberg gilt als das Wahrzeichen von Kapstadt. Dort angekommen haben wir uns ein Ticket für die Seilbahn gekauft. Diese besteigt in nur 7 Minuten eine 1224 Meter lange Auffahrt und rotiert währenddessen um 360 Grad. Dadurch hatten wir einen super Blick und konnten die Landschaft genießen. Glücklicherweise war das Wetter nicht allzu gut und somit waren nicht viele Menschen auf dem Tafelberg. Somit konnten wir uns frei bewegen und den Ausblick über Kapstadt genießen.

Wir sahen den Devil´s Peak, den Lion´s Head, den Signal Hill und Kapstadt Downtown. Der Signal Hill, oft auch als Lion´s Rump (Körper des Löwen) bezeichnet und der Lion´s Head (Löwenkopf) sind zwei markante Berge neben dem Tafelberg. Des Weiteren sahen wir die 12 Apostel, die ihren Blick auf den Atlantik gerichtet haben.

Nach einem schönen Spaziergang auf dem Tafelberg und vielen tollen Fotos beschlossen wir die Gondel wieder ins Tal zu nehmen und von dort an die Waterfront zu fahren. Die Waterfront ist eine sehr beliebte Touristenattraktion in Kapstadt. Schön ist, dass der Hafen inmitten eines großen Unterhaltungszentrums inklusive vieler Geschäfte, Restaurants, Bars, Theater und Kinos liegt. Es macht sehr viel Freude, sich die Waterfront anzuschauen und in die kleinen Geschäfte zu gehen. Wir entdeckten sogar ein Restaurant mit deutscher Kost. Nach der Besichtigungstour aßen wir in einem kleinen Restaurant am Hafen zu Mittag. Wir bekamen sehr leckeres und frisches Essen serviert. Langsam brach die Dämmerung ein und wir fuhren zurück.

Unseren nächsten und letzten Tag bevor es wieder nach Deutschland ging, verbrachten wir am Strand und gingen abends in ein afrikanisches Restaurant „The Africa Café“. Diesen Abend werde ich so schnell nicht wieder vergessen. Auf einem Krug war die Speisekarte in bunt geschrieben.

Alles was dort stand wurde uns in kleinen Portionen serviert. Das Menü führte uns durch alle Spezialitäten des Kontinents. Bevor wir jedoch mit dem Essen beginnen durften, mussten wir alle die Finger in einem Krug waschen. Nach und nach wurden uns die verschiedenen Speisen an den Tisch gebracht. Afrikanische Frauen boten uns an, Bemalungen auf unsere Körper zu zeichnen. Während dem Essen ertönte auf einmal Musik und mehrere farbige Frauen fingen an zu tanzen und auf Trommeln zu spielen.

Der letzte Abend war somit ein richtig gelungenes Highlight. Der nächste Tag brach an und somit auch unsere Abreise. Mit gepackten Koffern fuhren wir an den Flughafen und stiegen in das Flugzeug. Ein letztes Mal winkten wir Südafrika und schon startete unser Flugzeug wieder in Richtung Deutschland.

Ich hoffe Sie konnten durch meinen Reisebericht einen näheren Einblick in die Regenbogennation Südafrika erhalten und werden dem wundervollen Land auch irgendwann mal einen Besuch abstatten, es lohnt sich!

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